ÜBER MICH

…. immer vorwärts…nie zurück!

 


 

Saison 2019/20

Die neue Saison begann mit einem gutem Abschluss- die Matura war geschafft! 5 Jahre Skigymnasium Saalfelden waren erfolgreich absolviert. 5 Jahre, in denen ich so vieles dazugelernt habe und unglaublich viel Spaß hatte. 5 Jahre, an die ich immer mit Freude zurückblicken werde. Danke an alle, die diese Zeit so besonders und unvergesslich gemacht haben. Somit begann für mich ein neuer Lebensabschnitt. Doch mein Ziel blieb natürlich unverändert: Ich will ganz an die Spitze!!!

Neuer Abschnitt, neue Saison, neues Betreuerteam, neuer Kopfsponsor- In diesem Jahr war vieles anders als zuvor. Ich war sehr glücklich, dass ich ins Olympiazentrum Innsbruck aufgenommen wurde und so eine unheimlich gute Trainingsmöglichkeit sowie rundum Betreuung wahrnehmen darf. So war ich konditionell bestens vorbereitet für die anstehende Saison, auch wenn mir die ein oder andere Erkrankung schon mal einen Strich durch den Plan machte. Nach zwei verpassten Schneekursen ging es dann jedoch Mitte August auch für mich - fit und bereit- das erste Mal auf Schnee. Ich freute mich schon meine alten Kolleginnen wieder zu treffen und mein neues Team kennenzulernen.

Die Vorbereitungen auf den Gletschern verliefen gut. Ich fühlte mich von Training zu Training immer besser, immer wohler und habe gute Fortschritte gemacht. Mitte November ging es dann ab nach Norwegen. Die erste Woche unserer Skandinavien-Tour verbrachten wir in Kvitfjell, wo wir uns für die ersten FIS Rennen in Bjorli vorbereiteten. Mit den Plätzen 4, 5 und 2 startete ich schließlich in die neue Saison. Dies stimmte mich durchaus positiv, denn ich konnte mir beweisen, dass ich trotz einiger Fehler mithalten kann. Weiter ging es dann nach Trysil für die ersten GS Europacuprennen, wo es mir gelang, zweimal in die Punkte zu fahren- ein solider Start in die Europacupsaison. Beendet wurde die Skandinavien-Reise dann in Schweden/Funesdalen mit zwei EC Slaloms, wo ich blöderweise jedoch nur zwei Ausfälle zu verzeichnen hatte.

Der Start in die neue Saison verlief - mit einigen soliden Leistungen, aber auch mit einigen Fehlern- nicht ganz wie gewünscht. Leider verfolgte mich diese Inkonstanz die ganze Saison hinweg. In Andalo ärgerte ich mich am ersten Tag über einen Innenskiausfall. Am zweiten Tag konnte ich dann jedoch mit einem guten zweiten Durchgang auf Rang 8 fahren und erzielte mein bestes EC Ergebnis bisher. Das war ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich fuhr mich das erste Mal unter die 15 Punktebesten in der Gesamtwertung und konnte so beim nächsten Rennen in der zweiten Topgruppe starten. Leider hielt dieses Hoch nicht sehr lange an. Nach einer längeren EC Riesentorlauf Pause, jedoch guten Trainings und einem gewonnen FIS RTL in Turnau, ging ich in Folgaria voller Freude wieder an den Start. Doch ein Fehler an der falschen Stelle bewirkte einen weiteren Ausfall. Ein Fehler, der mich innerhalb von ein paar hundertstel Sekunden wieder zurück katapultierte. Leider konnte ich auch am darauffolgenden Tag nicht zeigen, dass ich es kann. Zwei Schritte vorwärts und wieder einen zurück.

Das Highlight der Saison war dann die Junioren-WM in Narvik, auf die ich das ganze Jahr schon hin fieberte. Mit einem verkorksten ersten Durchgang im GS und der 4. besten Laufzeit im zweiten DG erreichte ich schlussendlich den 9. Platz. Auch wenn es nicht das Ergebnis war, das ich mir erhofft hätte, zeigte es mir dennoch, dass ich mit den Besten meiner Altersklasse mitfahren kann. Unglücklicherweise wurde die Saison nach diesem Rennen aufgrund der Corona-Krise frühzeitig beendet, auch der Slalom der JWM fand nicht mehr statt. Natürlich wäre ich noch gerne einen weiteren Monat auf meinen geliebten Brettern gestanden, doch Gesundheit geht vor!

Zusammenfassend verlief die Saison nicht ganz wie erhofft. Vor allem im Slalom wollte es bei den Rennen nicht recht funktionieren. Und auch in meiner Paradedisziplin, dem Riesentorlauf, gab es Höhen, jedoch auch wieder einige Tiefschläge. Dennoch bin ich glücklich, die Saison gesund und verletzungsfrei absolviert zu haben und lasse mich natürlich nicht unterkriegen. Rückschläge wird es immer geben auf meinem Weg. Wichtig ist jedoch nicht aufzugeben und das werde ich auf keinen Fall!

Jetzt gilt es die Zeit zu nutzen, um Schwächen im konditionellen Bereich auszubessern und meinen Körper wieder fit für die kommende Saison zu machen, damit ich dann auf Schnee wieder mit vollem Fokus an schnelleren und konstanteren Schwüngen arbeiten kann, sodass ich nächstes Jahr meinem Ziel einen großen Schritt näher kommen kann!

Ich möchte mich bei ALLEN bedanken, die mich auf meinem Weg unterstützen!!! Danke an mein ganzes Team, an all meine Trainer, Physios und meinen Servicemann, sowie auch an all meine Sponsoren für die unglaublich tolle Unterstützung!!! Ohne EUCH wäre das alles nicht möglich. Vielen, vielen Dank!!!!


Wie alles begann….

Meine Liebe zu Sport und Bewegung machte sich bereits in früher Kindheit bemerkbar. Ruhig zu sitzen war schon damals sehr schwer für mich. Mit 3 Jahren stellten mich meine Eltern dann das erste Mal auf zwei Brettl. Erstmals spürte ich den Schnee unter meinen Schiern und auch wenn zu Beginn häufiger mein „Popo“ den Schnee berührte als meine Ski, hatte ich großen Spaß daran.

Schon bald flitzte ich alleine die Piste unseres „Babylifts“ in Itter hinunter. Irgendwann reichte dies jedoch nicht mehr aus, denn ich wollte genau wie die „Großen“ durch den blau-roten Stangenwald fahren. Beim Skiclub Itter folgten also die ersten Trainings mit unserem Trainer Laiminger Anton. Mit ca. 5 Jahren bestritt ich dann die ersten Bezirks- Kinderrennen, bei denen ich bereits erste Erfolge feiern durfte.


Ein großer Schritt ...

Bei den Landescuprennen im Schülerbereich konnte ich mich dann erstmals mit Läufern anderer Bezirke messen. Da die Ergebnisse von Rennen zu Rennen besser wurden und ich nach wie vor große Freude am Schifahren empfand, machte ich dann den wichtigen Schritt ins Schigymnasium Saalfelden. Von da an war alles klar. Ich werde Tag für Tag hart daran arbeiten, um mein großes Ziel zu erreichen: Ich werde Skirennläuferin!

Das Training im Schigymnasium wurde spezifischer, konsequenter, härter. Und es zeigte Wirkung. In Courchevel konnte ich erstmals bei einem internationalem Schülerrennen auf das Podest fahren.

 

Alles auf Anfang: Einstieg in die FIS Rennen …

Alles bisher erreichte war nahezu bedeutungslos. Denn jetzt zählt es wirklich. Jetzt muss ich zeigen, dass ich es schaffen kann. Leider verlief der Einstieg in die FIS- Rennen nicht wie geplant. Nach einem Sturz beim ersten Rennen musste ich 2 Monate pausieren. Dennoch konnte ich nach meinem Wiedereinstieg mit meiner Leistung überzeugen und wurde in den ÖSV C-Kader aufgenommen.

Die darauffolgende Saison war ein auf und ab, bis zu dem Sturz Ende Februar, der die Saison leider frühzeitig beendete. Nach der Schulteroperation mussten Beweglichkeit und Muskulatur wieder aufgebaut werden. In dieser Hinsicht wurde ich von meinem Physiotherapeuten Matthäus Schwaiger immer gut betreut.

Top fit und voll motiviert startete ich schließlich wieder in die neue Saison, die mit meinem ersten FIS- Sieg in Sölden einen vielversprechenden Anfang nahm. Weitere gute Ergebnisse und entsprechend verbesserte Punkte brachten mir rasch Starts für einige Europacuprennen. In Berchtesgaden konnte ich sogar das erste Mal mit einem 15. Platz punkten. Saisonhöhepunkt war die Junioren WM in Val di Fassa. Mit der doch eher hohen Startnummer war der 14.Platz im Riesentorlauf, im Starterfeld der weltbesten Juniorinnen (Jahrgang 1998-2001), ein recht zufriedenstellendes Ergebnis.

Eine sehr lange und kräfteraubende Saison wurde mit dem Aufstieg in den B-Kader des ÖSV belohnt. Voller Motivation geht’s mit neuen Trainern und Betreuern in eine hoffentlich, spannende und erfolgreiche Europacup Saison 2019-20.